Warum Kampfkunst mehr ist als Schlagen und Treten 
Für mich ist Kampfkunst der Oberbegriff für alles, was in Deutschland mit dem realen Kampf, dem Kampfsport und der Selbstverteidigung zu tun hat. Kampfkunst ist also – für mich – mit den Begriffen „Martial Arts“, „Budo“ oder auch „Wushu“ zu vergleichen. Dies zur Erklärung, damit ihr wisst, was ich meine, wenn ich hier den Begriff „Kampfkunst“ benutze.
Kampfkunst umfasst alles, was den Menschen befähigt, sich körperlich und mental mit dem Thema „Kampf“ auseinanderzusetzen.
Kampfkunst ist vielfältig.
Sie ist Sport, Selbstschutz, Disziplinierung, Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinsarbeit zugleich.
Der eine trainiert, um fitter zu werden.
Der andere sucht Körperkontrolle.
Einer liebt den Wettkampf.
Ein anderer will einfach nur das Gefühl, sich sicher zu fühlen.
Manche lieben Tritte. Andere Boxen.
Wieder andere ringen, werfen, hebeln.
Manche tragen gern Anzüge und Gürtel.
Andere trainieren lieber in normalen Klamotten und messen Fortschritt nicht in Farben, sondern im Bewusstsein ihrer Entwicklung.
Das ist das Besondere: Kampfkunst vereint all das.
Körperliche Stärke. Technik. Disziplin. Mentale Präsenz.
Und vor allem Bewusstsein.
Darum sind Diskussionen darüber, welches System das Beste ist, sinnfrei.
Kampfkunst sollte sich immer am Trainierenden orientieren – nicht umgekehrt. Was für den 100-Kilo-Kampfkünstler mit der Größe von 190 cm perfekt funktioniert, ist für einen 65-Kilo-Kampfkünstler mit der Größe von 165 cm vielleicht gar nicht umsetzbar. Etwas zu trainieren, das weder zum Körper noch zum Charakter passt, macht keinen Sinn. „Gleicher Maßstab für alle“, gibt es nicht. Das gilt gerade auch für die Straße. Das Schöne an der Kampfkunst: Jeder darf ‚seinen Weg‘ finden – wie geil ist das denn?
Mit der Zeit erkennst du, was du wirklich brauchst.
Mehr Balance. Mehr Ausdauer. Mehr Geduld.
Oder einfach die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, wenn’s hart wird.
Kampfkunst formt den Körper.
Sie klärt den Kopf.
Sie stärkt den Charakter.
Sie steigert die Nehmerqualitäten.
Sie justiert das Selbstwertgefühl neu.
Sie zeigt dir, wo du stehst – und wer du bist aber sie gibt dir auch immer die Perspektive auf das, was noch alles auf dich wartet.
Je tiefer du gehst, desto mehr verändert sich dein Blick.
Auf dich.
Auf andere.
Auf das Leben.
Kampfkunst ist Bewegung, Körper, Bewusstsein und Haltung – alles zugleich. Sie ist kein Stil. Sie ist ein Weg.
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